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Künstliche Intelligenz: Wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten

Jobkiller, Fluch des denkenden Menschen, das Ende der Menschheit – die Sorge um die steigende Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) ist groß. Dass KI Arbeitsplätze vernichten und uns Menschen entwürdigen wird, scheint die vorherrschende Stimmung in unserer Gesellschaft zu sein. Ungewöhnlich ist das nicht: Technologischer Wandel zog schon immer heftige öffentliche Debatten nach sich. Eine freie Gesellschaft braucht diesen Diskurs auch, schließlich lebt sie von der Meinungsvielfalt. Und die öffentliche Diskussion zeigt, wo wir stehen. Und hier werde ich oftmals stutzig, wenn ich Stimmen vernehme wie "Intelligente Maschinen ersetzen Menschen und dirigieren unser Leben!"

Künstliche Intelligenz killt Arbeitsplätze

Natürlich fallen durch Künstliche Intelligenz etliche Jobs weg. Viele Berufsbilder wird es in naher Zukunft nicht mehr geben, die für uns heute noch ganz selbstverständlich sind. Doch zum einen hat es diesen Wandel der Berufe schon immer gegeben: Wie viele Menschen arbeiten noch am Fließband? Nur noch selten sieht man Menschen auf Feldern arbeiten, viele Tätigkeiten in der Landwirtschaft übernehmen Maschinen. Und den Beruf der Wäscherin? Einfach weg! Wir konzentrieren uns auf den Verlust von Jobs und vergessen darüber: Jede technologische Innovation hat auch zahlreiche neue Berufe geschaffen.

Künstliche Intelligenz schafft neue Jobs

Wir werden Menschen brauchen, die das Trainieren und Feinabstimmen von KI-basierten Assistenzsystemen übernehmen. Es wird Fachkräfte geben, die ihren Kolleginnen und Kollegen erklären können, wie Künstliche Intelligenz funktioniert und welche Lücken die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit im Unternehmen schließen kann. Sie sind die Moderatoren des digitalen Wandels im Unternehmen. Vergleichbar mit „Erziehern“ und „Lehrern“ sorgen die „KI-Versteher“ für die notwendige digitale Ausbildung und Kompetenz in Unternehmen. Wie sich dieses Berufsbild genau gestalten wird, das werden die kommenden Jahre zeigen.

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Zukunft “Mensch-Maschine-Zusammenarbeit”

Für mich ist klar: Im Mittelpunkt wird nicht der Ersatz des Menschen durch intelligente Maschinen stehen sondern vielmehr die optimale Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Unbestreitbar wird Künstliche Intelilgenz immer besser in der Lage sein, das menschliche Denken nachzuahmen. Aber wir Menschen haben im Laufe unserer Evolution Talente entwickelt, an die Maschinen heute und auch in Zukunft nicht heranreichen werden. Situationen umfassend zu beurteilen, sich in andere einzufühlen, komplexe Entscheidungen zu treffen und Neues zu erfinden – das werden wir meiner Meinung nach immer besser können als Maschinen. Gleichzeitig gibt es Tätigkeiten, in denen wir Künstliche Intelligenz nicht schlagen können und auch gar nicht mehr wollen: Daten erfassen, Datenmassen vergleichen, Informationen aus allen erdenklichen Quellen zusammensuchen und sich an alle möglichen Fakten und Zahlen erinnern müssen. Getrost sollten wir hier intelligenten Maschinen das Feld überlassen und uns auf unsere Stärken konzentrieren.

KI, der Mensch und die “fehlende Mitte”

Je besser sowohl wir in unseren Stärken als auch unsere Maschinen in ihren Tätigkeiten werden, desto optimaler gestaltet sich die Zusammenarbeit. Menschen und Maschinen beginnen, sich mit ihren Stärken gegenseitig zu unterstützen. Accenture-Cheftechnologe Paul Daugherty hat für diesen besonderen Wirkbereich den Begriff „fehlende Mitte“ geprägt. Gemeint sind Wirkbereiche, die wir im digitalen Zeitalter nur noch oder viel besser durch die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit ausfüllen können. Denken Sie beispielsweise an das exakte und schnelle Auswerten großer Datenmassen. Oder daran, wie zufrieden Sie Ihre Kunden machen, wenn Sie ihnen genau im richtigen Moment das passende Produkt oder den optimalen Service anbieten können. Intelligente Maschinen brauchen den Menschen und der Mensch kommt im digitalen Zeitalter nur noch schwer ohne KI aus – das sollten wir begreifen.

FAZIT: Künstliche Intelligenz ist kein Rivale

Lassen Sie uns also endlich damit aufhören, Menschen und Maschinen als Konkurrenten zu betrachten. Ja, es stimmt: KI ist ein Jobkiller. Schneller als wir handeln können, schafft KI gleichzeitig den Bedarf nach vielen neuen Jobs. Es passiert also genau das, was im Zuge jeder technologischen Umwälzung geschieht: unser Arbeitsleben befindet sich im Wandel. Doch dieser sieht so ganz anders aus als viele KI-Horrorszenarien. Wir bewegen uns auf eine enge Mensch-Maschine-Zusammenarbeit zu. KI übernimmt Routineaufgaben, ist für die Mustererkennung zuständig und analysiert jede Menge Daten. Wir konzentrieren uns auf unsere ganz besonderen Talente: empathisch zu kommunizieren, kreativ zu sein, komplexe Entscheidungen zu treffen und Situationen zu beurteilen. Je besser die Zusammenarbeit gelingt, desto besser gelingt uns die sogenannte „fehlende Mitte“ – ein Wirkbereich, in dem die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit besonders erfolgreich ist.

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